Elina
27 Jahre
selbstkritisch, paradox, aber stilsicher

Mittwoch, 28. Januar 2015

Ich hab's geschafft! Prüfungsphase beendet, yeha.

 

Bin vorhin aus dem Gebäude raus uns sing so vor mich hin "Jaaaa ich bin frei jaaa", läuft da die ganze Zeit ein Kerl hinter mir her, haha peinlich.

Hoffe mein Gewissen erlaubt mir heute das ein oder andere Gläschen Wein.

Montag, 26. Januar 2015

Schlecht gelaunt schleiche ich durch den Tag, die Gedanken an die Zukunft lassen mein Herz stolpern und so sehr ich auch versuche, mich auf die letzte Prüfung zu konzentrieren, mein Gehirn wehrt sich mit aller Macht. Körper und Geist brauchen Ruhe, brauchen mehr Schlaf als sonst. Vor ein paar Wochen kam ich mit 5 Stunden aus, seit ein paar Tagen sind es 10. Ich versuche das Möglichste aus mir herauszuholen, indem ich mit Koffein nachhelfe. Und doch bin ich nicht mehr wirklich im Hier und Jetzt, wenn ihr wisst was ich meine. Wer so wenig isst, hat selbst Schuld. Das sagt der letzte Rest meines gesunden Ich's. Aber es spricht viel zu leise.

Als das Alles im November wieder langsam losging, habe ich mir geschworen, mich niemals zu beschweren, wenn irgendwann die Folgen des Hungerns wiederkommen. Ich wusste, was passieren würde, und deswegen habe ich kein Recht, mich zu beschweren. Ich sollte eigentlich glücklicher sein, über mein Gewicht, über die Leichtigkeit, über meinen Käfig.Aber ich bin so allein. Ich möchte ja garnicht alleine sein, aber das Alleinsein schützt mich vor dem, wozu ich momentan noch nicht in der Lage bin. Reden, kämpfen, fühlen.

Ich könnte jetzt auf der Stelle die Augen schließen und direkt in einen tiefen Schlaf fallen. Das wird meine Belohnung heute Abend sein, wenn ich fertig mit Lernen bin. Und Mittwoch um Punkt 10Uhr schreite ich erhobenen Kopfes aus der Hochschule und es wird mir scheißegal sein, ob ich alle Prüfungen verhauen habe oder nicht. Ich habe es durchgezogen, ich hab trotz der grauen Wolke, die tief über mir schwebt, jeden Tag stundenlang gelernt, trotz Schwindel, Hunger und dem ganzen anderen Mist. Ich habe mir nichts anmerken lassen, habe Telefonate über die Bühne gebracht, meine Eltern und meine WG überzeugt, mir zu glauben, dass es mir gut ginge, habe niemandem Sorgen bereitet. Ich hoffe ich habe euch ein bisschen stolz gemacht, Mum und Dad. Denn ihr könnt euch nicht vorstellen, wie es mir momentan wirklich geht. Und wenn ich Mittwoch da raus gehe, dann bricht vielleicht die Fassade. Dann fällt vielleicht alles von mir ab. Spätestens wenn ich in die Heimat fahre, weil ihr es dann zwangsläufig seht. Zwölf Kilogramm seit November. Davon Fünf bis Sechs Kilogramm seit Silvester. Vermutlich, bis ich nachhause fahre insgesamt um die Vierzehn, kommt drauf an, wie lange ich noch hier bleibe. Es ist letztendlich auch egal wieviel, ich bin wieder ein Zombie, es ist offiziell, herzlichen Glückwunsch.
Komm ich da wieder raus? Der Wille ist da. Deswegen möchte ich auch bald nachhause fahren. Unterstützung erhalten. Beschützt werden, keine Vorwürfe hören.
NICHT zunehmen, aber auch nicht in den ganz gefährlichen Bereich abrutschen. Natürlich lieber gefährlicher Bereich als Zunahme, versteht sich von selbst. #destruktiv
Aber das Optimum wäre, das Gewicht zu halten und damit klarzukommen. Das erfordert ein Maximum an emotionaler Stabilität, worüber ich momentan leider noch nicht verfüge. Mich bringen ja schon zwei Mahlzeiten am Tag aus der Fassung. Dazu kommt die immer schlechter werdende Körperwahrnehmung, denn ich bin eigentlich immer noch zu dick und 49Kilogramm reichen mir verdammt nochmal nicht, obwohl ich mir so sicher war. Und das macht mich traurig. Noch nicht so traurig, dass ich weinen muss, aber das liegt an dem Lernstress, da verbiete ich mir emotionale Ausbrüche, yeha Selbstkontrolle vom Feinsten. 
Die Bombe platzt eh bald, ich seh's ja kommen.

Sonntag, 25. Januar 2015

Kann mir bitte jemand ein paar Blogs empfehlen?

Das Dash ist so leer wie noch nie.

Freitag, 23. Januar 2015

Ich brauche eine eigene Wohnung und eine Katze.
Und ein bisschen Kraft für die heutige Nachtschicht.
Und einen Plan für den Rest des Jahres. Und vor allem für die Semesterferien.
Ich will nichts lieber als endlich in die Heimat aber gleichzeitig hab ich Angst.
Weil es dann wieder so real wird, weil ich dann nicht mehr meine kleine Hungerwelt habe,
weil ich dann irgendwie den Käfig ein bisschen öffnen muss, mich nicht mehr an meine Gewohnheiten krallen kann, die schon wieder viel zu schnell viel zu obsessiv geworden sind.
Aber ich brauche wirklich eine Umarmung, eine richtig dicke, herzliche Umarmung.

Jaaaa so ist das. 3 von 4 Prüfungen sind schon weg, yeha.
Ich hab ernsthaft vorhin ne Fahrt nach Hamburg zugesagt (inkl. dafür bezahlt), obwohl ich genau weiß, dass ich nicht mitfahre, weil da wird ja gegessen ne :-D Das ist ein Punkt, der mich wütend macht. Dass man ja kaum mehr fähig ist, ein soziales Wesen zu sein. Jedenfalls nicht in den krassen Hungerphasen. Wenn ich dann hoffentlich bald auf die Idee komme, mein Gewicht zu halten, wird es bestimmt wieder besser, weil ich dann mehr essen und somit auch wieder an Alltagssituationen teilhaben kann.Jedenfalls trau ich mich nicht zu sagen, dass ich nicht mitfahre, weil ich keinen richtigen Grund habe und die Ladies nichts von der ES wissen. Spontan werde ich dann wohl absagen mit der Begründung, auf der Arbeit gebraucht zu werden.

Es tut mir leid um die nichtssagenden Beiträge, aber ich bin wirklich den ganzen Tag eingespannt durch Lernen, und wenn ich mal nicht lerne, liege ich im Bett und höre Musik oder schlafe. Zu mehr bin ich momentan einfach nicht in der Lage. Ich leg eine Tanzeinlage vom Feinsten ein, wenn die letzte Prüfung endlich weg ist.



Dienstag, 13. Januar 2015

Ich schätze ich gehe aus der Prüfungsphase mit den 49kg raus.

Das war mein Beitrag der Woche und nun geht es heiter weiter mit Mathetik, Didaktik und Neurophysiologie - spaßige Angelegenheit!

Dienstag, 6. Januar 2015

Und all die fleißigen Gedanken...

 ...richten mehr an, als sie begreifen können.

Habe ich schonmal meine Liebe zu Bioläden/Reformhäusern erwähnt? Ich könnte mich dort stundenlang aufhalten. Irgendwann will ich so viel Geld haben, dass ich für meine Familie hauptsächlich dort einkaufen kann. Habe dort heute diverse vegane Riegel und Powerballs, Nüsse, etc etc gekauft. Das sind mit Obst, Gemüse und Joghurt momentan so die einzigen Dinge, die ich kopfmäßig in der Lage bin, zu essen. Zumal diese Bioriegel und Nüsse ja eigentlich für die Größe ziemlich viele Kalorien haben, aber komme trotzdem drauf klar, komisch oder? Jedenfalls wenn es dann den Rest des Tages nichts gibt. Da ich heute Morgen schon Joghurt hatte, ging der eine Powerball aus getrockneten Früchten und 1/2 Apfel dann im nachhinein mal garnicht mehr klar, ich saß bis grad vor VWL und immer wieder schlich sich dieser Gedanke in  meinen Kopf "Es war zu viel heute, der Tag ist gelaufen, das war jetzt einfach nur unnötig diese (höchstens?) 100kcal zu essen, Versager Versager." Ich weiß eigentlich, dass es natürlich nicht zu viel war, aber..es war außerhalb des Plans, und einmal am Tag essen ist der Plan, damit ich wenigstens halbwegs auf mich klarkomme in der Lernphase, "genug" damit ich nicht wegkippe aber immernoch so wenig, dass ich abnehme..ohje ohje ich sollte weiterlernen aber eigentlich will ich nur entweder eine Runde um den Block marschieren oder ACH KEINE AHNUNG MACHT HIER ÜBERHAUPT NOCH WAS SINN? ICH HAB DIE KONZENTRATION EINES STEINS. Mittlerweile hat mein Zimmer vermutlich die Außentemperatur angenommen und ich die hundertste Zigarette im Mund. Was ist schon Volkswirtschaftslehre, wenn man 24/7 kranke Gedanken hat? Ich könnte statt einer Angebot/Nachfragekurve meine Gewichtskurve erstellen, die gefällt mir immerhin viel besser.


Samstag, 3. Januar 2015

Ich vermute, dass ich das Studium bald abbrechen werde. Schreibe die Prüfungen definitiv erstmal mit, schreibe meine Hausarbeiten etc, aber es fühlt sich nicht richtig an. 
Ja, ich kann mittlerweile sicher sagen, dass es keine Herzensentscheidung war, sondern leider die der Essstörung. Das lasse ich jetzt so stehen und im Februar, nach dem ganzen Prüfungsstress, werde ich Zeit haben, darüber nachzudenken, wie es weitergeht.

Jetzt wartet erstmal eine Nacht hinter der Theke auf mich.
Und go...

Donnerstag, 1. Januar 2015

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr und hoffe, dass eure Wünsche in Erfüllung gehen.
Mein erster Tag im neuen Jahr war ein wenig melancholisch, aber mit der Kamera in der Hand, frischer Winterluft in der Lunge konnte ich mich ganz gut ablenken.
Ich hab 'ne Höllenangst vor 2015 und der nächsten Zeit.