Elina
27 Jahre
selbstkritisch, paradox, aber stilsicher

Donnerstag, 28. August 2014

Getaggt + neue Fragen

Danke Christina :-*

1. Was ist deine Lieblingsfarbe und wieso?
Hm ich wurd letzte Woche noch gefragt, und wusste keine Antwort :-D "Wie? Du musst doch eine Lieblingsfarbe haben!"
Hab mich dann für Dunkelgrün entschieden.

2. Welche Länder hast du schon bereist und wo hat es dir am besten gefallen?
Niederlande, Österreich, Spanien, Italien, Tunesien, ich glaube das war es auch schon? Ich war oft in Italien, und es ist und bleibt bis jetzt mein Lieblings-reiseziel <3 Obwohl noch halb Europa auf meiner Wunschliste steht.

3. Was war dein Lieblingsfilm, als du klein warst?
Ferkel's großes Abenteur

4. Wenn du mit einer Person sprechen könntest, egal ob tot oder lebendig, welche wäre das und was würdest du sagen?
Ich würde gerne mit der Elina in 10 Jahren sprechen, und fragen wie's so läuft ;-)

5. Was ist dein Lieblingsbuch?
Eigentlich ist fast jedes Buch, welches ich grad lese, mein Lieblingsbuch.

6. Glaubst du an Gott, oder ähnliches?
Ja, irgendwie schon. Ich kann es nur noch nicht in Worte oder Gedanken fassen.

7. Welche ist deine beste Eigenschaft?
Meine Empathie.

8. Wenn du etwas in deinem Leben rückgängig oder anders machen könntest, was wäre das?
Ich wäre mit 14 mit nach Lüneburg gezogen.

9. Was ist dein Lieblingsort auf der Welt?
Das kleine Holzhaus am Strand auf Rügen.

10. Wünscht du dir manchmal, jemand anderes zu sein, oder einfach ein anderes Leben führen zu können?
Oft genug.

11. Gefällt/gefiel dir deine Schulzeit, und warum (nicht)?
Die Zeit im Fachabi war klasse, ich hatte den besten platonischen Freund der Welt, gute Noten und hab mich morgens teilweise sogar gefreut, hinzugehen. Auch wenn ich zugegeben das Lernen etwas vernachlässigt habe, hab ich ungelogen fast jeden Tag Tränen gelacht und erinnere mich immernoch gerne an die Zeit. 

Meine Fragen sind:

1. Was ist der letzte Song, der dich so richtig berührt hat?
2. Zu welchem Song kannst du immer tanzen?
3. Würdest du dir wünschen, niemals eine Diät begonnen zu haben?
4. Wenn du dich entscheiden könntest...lieber 10kg weniger oder nie mehr an dein Gewicht/deine Essstörung denken müssen?
5. Magst du die Stadt, in der du wohnst?
6. Was war das schönste Kompliment, welches dir jemand gemacht hat?
7. Lieber ein Tag mit Picknick am Meer oder ein Abend mit Spaziergang im Schnee über den Weihnachtsmarkt?
8. Was war die bis jetzt größte Veränderung für dich in diesem Jahr?
9. Wie ist dein Zimmer/deine Wohnung eingerichtet?
10. Ist jetzt zwar keine Frage...aber...schreib dir selbst was Nettes. Ein Kompliment, oder wünsche dir selbst einen schönen Tag, beglückwünsche dich für deine Existenz, irgendwas. 

Und ich tagge alle meine Hasen/Follower, würde mich freuen, eure Antworten zu lesen!







Mittwoch, 27. August 2014

Kennt ihr diese Tage, die einfach so zwischen den Zeilen eines Buches verstreichen?
Heute morgen habe ich das mittlerweile vierte Buch aufgeschlagen, Frühstück gemacht und mich wieder ins Bett gekuschelt. Ich liebe lesen. Ich liebe es, durch die unterschiedlichsten Geschichten und Welten der Protagonisten ein wenig Abstand von der eigenen nehmen zu können. Ich liebe die Ruhe, die dann in meinem Kopf herrscht. Ich liebe meine Phantasie, dass ich mir alles Beschriebene bis ins kleinste Detail vorstellen kann. Jedes Buch ist für mich so eine Art kleine Auszeit, dann gibt es nur noch mich und die Geschichte. Und momentan genieße ich es. Ich brauch eine Auszeit von meinem Kopf und von diesem ganzen Chaos. Es raubt mir soviel Kraft, dieser ewige Kampf gegen mich selbst und gleichzeitig noch nebenher in einer Welt voller erfolgsorientierter Heranwachsender meinen Platz zu erkämpfen. Letzteres sollte präsenter sein. In 4 Wochen beginnt mein Studium, scheiß auf die Angst, eigentlich bin ich froh, dass ich mich in etwas reinhängen kann, etwas, wofür ich hoffentlich so viel Zeit opfern kann, dass da fast kein Raum mehr bleibt für die Angriffe der Essstörung. Den Fokus umlenken. Klingt vermutlich einfacher als es ist, aber die Hoffnung bleibt. Ich wünsche mir, hier mehr anderes Zeug schreiben zu können, vielleicht berichte ich mal von den Büchern, die ich lese, vielleicht lade ich auch wieder mehr meiner Fotos hoch, oder ein paar Rezepte, ich weiß es noch nicht. Es ist nur eine vage Idee, letztendlich will ich mir nichts vormachen, wenn ich stumpf über Kalorien und Gewicht schreiben will, dann tue ich das auch, aber eigentlich will ich das ja auch eben garnicht, jedenfalls nicht immer. Ich möchte grad am liebsten am Fenster stehen und so laut schreien wie es geht: "ICH WILL MEHR SEIN, VERDAMMT!" Ich möchte mehr sein, als die Essstörung. Ich möchte mir selbst sicher sein, dass ich etwas wert bin, dass ich mehr wert bin. Wie lerne ich das?
Back to "Lilienblut", bis jetzt eindeutig empfehlenswert, wenn auch eher für die jüngere Generation.
Heute Abend geh ich auf ein Konzert von Milow, Mutti-musik in bester akustischer Ausführung.
Nein, es wird sicher schön.

Samstag, 23. August 2014

Hurensohntage

Gegen 23uhr war ich gestern wieder halbwegs unter den Lebenden. Saß dann beim Arbeiten eingepackt in mehrere Schichten Klamotten, Schal und Mütze im Club an der Garderobe, es waren bestimmt 25grad da drin aber mir war saukalt. Ich glaub der gestrige Tag hat mir an körperlichen Beschwerden ungefähr alles beschert, was so ging. Ziemlich paradox,  wie ich da mit einem guten Buch saß und Pizzabrötchen gemampft habe, und keine 10Meter nebenan hat die halbe Stadt ihr Leben gefeiert. Letztendlich bin ich froh, dass ich so gut abschalten kann. Wenn ich nichts von der Welt mitbekommen will, dann klappt das auch. Der einzige Mensch, der meine volle Aufmerksamkeit gestern bekommen hat, war Danny, der aufeinmal aus dem Nichts vor mir stand. Herzkasper. Nach zwei Monaten haben wir uns das erste Mal wiedergesehen. Er hat mir anschließend noch geschrieben, wie komisch es war und dass er nicht weiß wie er sich nun fühlen soll. Lass ich so stehen. Meine Kräfte diesbezüglich sind aufgebraucht. Auch grundsätzlich fühle ich mich immernoch total ausgelaugt, als hätte die Welt mich angewidert ausgespuckt. Grad bin ich auf dem Weg in die Heimatstadt, liege hier eingerollt auf zwei Sitzen, TOVE LO in den Ohren und freue mich, gleich in mein Bett zu fallen und erstmal Schlaf nachzuholen. Und dann möchte ich irgendwas Gesundes essen und einen warmen Kakao trinken und ein bisschen zu Kräften kommen. Und dann hoffe ich, dass ich nicht mehr diesen riesigen Kloß im Hals habe.

Freitag, 22. August 2014

Ich hatte heute Nacht die Ehre, Arm in Arm mit einem Eimer auf meinem Teppich zu übernachten. Aufstehen ging nicht, weil ich zu schwach war und immer kurz vor der Ohnmacht stand. Das was ich zu dem Zeitpunkt noch denken konnte, war "Mein Gott, so viel hast du doch garnicht getrunken?" bevor ich die Augen nicht mehr offen halten konnte. Und das hat sich dann bestätigt, als ich nach 12 Stunden komaartigem Schlaf, auf dem Boden aufgewacht bin. Ich muss mich seitdem eigentlich so alle paar Stunden übergeben - ich trinke ein Glas Wasser, und es verabschiedet sich wieder. Dazu ist mir immernoch sauschwindelig und mein Kopf dröhnt, als wäre ein LKW drüber gerollt. Macht echt Spaß. Nein, mal ehrlich...irgendwie befürchte ich, dass ich ein Opfer von KO-Tropfen geworden bin, ich erinnere mich noch vage an einen älteren Kerl, der die ganze Zeit hinter mir und meinen Leuten an der Bar stand, und die Mädels einzeln abgeklappert hat, im Sinne von "Hey, du bist mir so sympathisch." Immer der gleiche Spruch. Fand's schon irgendwie seltsam, dass er alleine da war. Ich hab vielleicht 3 Sätze mit ihm getauscht, aber nur aus Höflichkeit. Mein Glas stand auch noch auf dem Tisch hinter ihm, richtig dumm von mir eigentlich. Jedenfalls, als ich dann eine Stunde später schon völlig benebelt meine Jacke geholt habe, kam er mir nochmal entgegen und hat mich gefragt, ob alles okay sei, so richtig eklig grinsend. Hab das aber einfach ignoriert, weil ich schon Sterne vor den Augen hatte und bin dann so schnell es noch ging, rausgerannt. Der Mist ist, dass ich einfach nicht mehr genau sagen kann, ob der Typ an meinem Glas war und ob er sich noch in irgendeiner anderen Art und Weise auffällig verhalten hat. Einfach weil ich an sowas ja niemals gedacht habe in dem Moment und es auch noch so voll in dem Raum war. Naja...ich werde es wohl nie herausfinden. Vielleicht war es auch nur der Alkohol auf leerem Magen, werde ich jedenfalls auch nie wieder machen.
Mir geht es jetzt psychisch auch ziemlich bescheiden, weil ich grad mal wieder diese Welt hier verfluche, der Abend hatte doch so schön begonnen...neue Freunde gefunden und ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, hier richtig angekommen zu sein.
Gleich muss ich auch noch arbeiten gehen, und absagen ist unmöglich. Hoffentlich geht es mir bis dahin kreislaufmäßig wieder besser, mein Magen scheint sich grad endlich beruhigt zu haben. Vielleicht sollte ich noch ein bisschen schlafen und Kraft tanken. Morgen fahr ich wieder in die Heimatstadt, ich brauche meine Mama grad und ein bisschen heile Welt.

Mittwoch, 20. August 2014

Auf einer längeren Auto-/Zugfahrt kann man immernoch am besten nachdenken.
Einen kleinen Einblick in ein paar Fakten, die sich durch die vorbeirauschenden Felder in meinen Kopf geschlichen haben.


  • Die Welt dreht sich weiter, und deine Mitmenschen gehen weiter ihren Weg; auch wenn du auf der Stelle trittst.
  • Deine Mitmenschen lieben und schätzen dich, unabhängig von deinem Gewicht.
  • Du wirst dein Leben lang Kommentare und Äußerungen bezüglich deines Aussehens/deiner Figur bekommen, lerne damit umzugehen.
  • Es wird Zeit, erwachsen zu werden. Die Zeit lässt sich nicht anhalten.
  • Es gibt so viele Möglichkeiten, dir selbst zu beweisen, dass du es wert bist. Beschränke dich nicht nur auf die eine.

...es sind Gedanken, die ich irgendwo tief in mir so unterschreiben kann. Aber ich bin noch lange nicht an dem Punkt, sie in feste Überzeugungen umsetzen zu können und danach zu leben. Und schon wieder denke ich darüber nach, mir doch nochmal einen Therapeuten zu suchen. Und letztendlich werde ich es mal wieder nicht tun. Wenn ich es tun würde, dann würde ich wirklich nur an diesen Punkten da oben arbeiten, ich würde nicht mehr zusammen mit meinem Gegenüber in dem beschränkten Kreisel von Gedanken an Essen, Gewicht und Kalorien schweben, denn da holt mich so schnell eh niemand heraus. Ich würde dennoch versuchen, an mir zu arbeiten, und vielleicht würde dadurch die Essstörung wenigstens etwas in den Hintergrund rücken. Mehr wünsche ich mir garnicht. Nur ein bisschen mehr Platz für andere Dinge.

Ich bin nun in der Studierstadt, die WG ist wie ausgestorben, nur eine Postkarte von Ju aus Helsinki hat auf dem Küchentisch auf mich gewartet, whey. Ich hab es nicht ausgehalten und hab mich auf die Waage gestellt. War so eine spontane, mechanische Reaktion. Da ich vorher im Zug und in der Küche noch unglaublich viel getrunken habe, konnte ich locker 1kg abziehen und würde letztendlich zu dem Ergebnis kommen, dass ich tatsächlich nur 1,5kg zugenommen habe. Ich kann es eigentlich kaum glauben, da ich offensichtlich nach MEHR aussehe, abgesehen von meiner Körperwahrnehmungs-störung, wirklich. Ich geh auf Nummer sicher und werde den Rest des Tages nichts mehr essen, heute war es ein Cappuccino mit Kokosnuss-sirup (geil! hab tatsächlich vergessen, fettarme Milch zu bestellen, hätte heulen können, aber habe ihn trotzdem getrunken) und ein Kit-Kat-Chunky-white (ich bin momentan süchtig nach weißer Schokolade, fail). Schätze ingesamt 500-600kcal. Wenn es morgen wirklich nur 1,5kg Zunahme gewesen sein SOLLTEN, mache ich morgen die Schoko-diät, ich brauch das grad so krass, ja das schreibt grad jemand, der NIE Fressattacken hat. Aber mein Hirn schreit 24/7 "Zucker! Zucker!" und ja, why not, angeblich nimmt man ja ab, wenn man sie nur einen Tag macht. Sollten es mehr als die 1,5kg Zunahme sein, werde ich vermutlich fasten oder 250gramm Magerquark mampfen. Ist dann auch nicht so wild. Ich sehe grad aus dem Fenster und es regnet natürlich mal wieder, wird amüsant, um 22uhr durch den Regen zur Arbeit zu fahren, Lockenkopf lässt grüßen.
Danke übrigens an >100Leser, ich hab das grad irgendwie zum ersten Mal realisiert. Ich frage mich, wieviele Menschen hier nur irgendwann mal gefolgt haben, ohne zu lesen und wieviele tatsächlich stille Mitleser sind, wenn ich mir die Seitenaufrufe anschaue, irgendwie schade, dass ich diejenigen kaum kenne. Schönen Rest-Mittwoch euch, die Party auf der ich heute arbeite nennt sich übrigens "Endlich Wochenende", haha.

Dienstag, 19. August 2014

Ich schreib jetzt einfach. Wo fange ich an...am besten letzte Woche Sonntag, als ich nachhause gekommen bin. Hab mich auf der Waage meiner Mum (Favoriten-waage, weil sie das gleiche Gewicht wie in der Klinik angezeigt hat, also wohl das exakt richtige Gewicht) Ich hatte 5,5kg geschafft, die 6kg zwar nicht, aber es war okay, da ich so gut gelaunt war, meine Mum wiederzusehen und Vorfreude auf's Festival hatte. Da ich wusste, dass ich die nächste Woche nicht um's Essen herumkomme, hab ich langsam gesteigert. War ganz okay, da ich ab Montag eigentlich durchgehend unterwegs war und somit nicht viele Gedanken an das schlechte Gewissen verschwenden konnte. Montag also Power-shopping und Dienstag um 7Uhr ging der Zug nach München, neben mir meine bessere Hälfte. Den Abend haben wir mit meinem Dad verbracht, der mir leider von Mal zu Mal, wenn wir uns sehen, unsympathischer wird, was mich etwas traurig macht...aber ich kann's nicht ändern, ich gebe mir wirklich beste Mühe. Mittwoch ging dann das Chiemsee Summer los, Blink 182 und Prinz Pi gleich am ersten Tag, traumhaft. Ab Donnerstag hat es dann bedauerlicherweise jeden Tag nur geregnet und teilweise waren es nur 10Grad. Schade, dass ich fast nur kurze Sachen bei hatte und Bikini ;-) An sich war es wirklich eine tolle Zeit, abgesehen von dem Wetter. Und dem Essen...wäre ja auch zu schön gewesen, wenn die Stände auf dem Festivalgelände Salat oder ähnliches angeboten hätten. Also gab es diverse, fettige Kohlenhydrate a la carte. Urgh. Immerhin hatte ich morgens meinen Quark mit Obst und wir waren eigentlich dauerhaft in Bewegung. Naja, jedenfalls schätze ich jeden Tag auf bestimmt 2000kcal, Alkohol inbegriffen, ich sehe, dass ich definitiv etwas zugenommen habe, jedoch versuche ich realistisch zu denken, denn 5kg in einer Woche sind unmöglich. Oder? Sorry, wenn ich so doof frage, ich kenn die scheiß Regel mit 7000kcal = 1kg, aber was, wenn der Stoffi eingeschlafen ist? Ihr glaubt nicht was ich mir für Szenarien ausmale. 
Vielleicht waren ein paar Tage "normal bis viel" essen ja auch ganz gut für meinen eingeschlafenen Stoffwechsel. Und letztendlich - egal wieviel ich zugenommen habe, es wird in einer Woche auch schon wieder Geschichte sein, das weiß ich. Ich bin bis morgen Abend noch bei meiner Mum, hier ist es zu schwer, wieder zu reduzieren. Darum genieße ich die letzten Stunden mit meiner Lieblings-schokolade (Weiße Lindt-Mandel, Himmel auf Erden) und anderem Scheiß, und wenn ich morgen den heiligen Boden meiner WG betrete, geht es weiter im Zug Richtung 49. Den heutigen Tag verbringe ich mit meinen Hunden und meinen neuen Büchern. Später wollte ich noch ein paar Fotos machen und meine Mum will mir unbedingt die Haare frisieren mit irgendwelchen neuen Lockenwicklern :-D Mein Ex-freund (mittlerweile fast 5 Jahre her) wollte sich eigentlich mit mir treffen, aber ich bin es mal wieder nicht wert. Ihr wisst schon. 
Elina isst regelmäßig/nimmt nicht ab - Elina verbietet sich gewisse Dinge.
Naja, Donnerstag Mittag steige ich wieder auf die Waage, ich hab wirklich Angst. Ich mag mich nicht allzu sehr hassen. Und irgendwie hasse ich es auch, dass ich nicht mehr vom Festival erzählen kann, weil mein Denken so verdammt eingeschränkt ist. Ehrlich gesagt kann ich mal wieder an nichts anderes denken, als schnellstmöglich weiter abzunehmen. Vielleicht entspannt es sich die Tage wieder, wenn mein Magen mal wieder vor Leere knurrt. Das wäre schön.
Achja...es ist fast Herbst <3

Sonntag, 17. August 2014


Da steht man dann, auf der Toilette vom ICE und betrachtet sich im Spiegel - im einen Moment bin ich mir sicher, dass ich in einer Woche bestimmt 5kg zugelegt habe, und im anderen Moment sitzt meine Hose doch genauso locker wie vor dem Festival. Ich weiß es nicht..ich weiß garnichts. 1-2kg sind verkraftbar, die wären schnell wieder weg. Alles andere ist dann nicht mehr verkraftbar. Einfach nicht mehr wiegen. Nie mehr. Muhaha. 

Ich bin vollkommen übermüdet und fertig. 
Guts Nächtle meine Hasen.

Freitag, 8. August 2014

Und ich rausche mit 300km/h gegen die Wand. BAM. Aufgewacht. 
Will reden, will schreien. Aber ich kann nicht. Ich darf nicht.
Bleib stark, bleib stark...bald wirst du belohnt.
Es kostet so viel Kraft momentan. Ich will nicht lügen, aber ich will auch nicht "ertappt" werden. Obwohl sich ein Teil in mir nichts lieber wünscht, alles rauszuschreien. Jede einzelne Silbe, die sich tief in mir verbirgt. Einfach nur alles zu erzählen. Jemanden, der zuhört, der nickt, der mir meine Zigarette ansteckt und mich in den Arm nimmt, und einfach nur zuhört. Und vielleicht auch versteht. Keine Lösung finden, keine Gegenmaßnahmen ergreifen, einfach nur für mich da ist. Aber das bleibt wohl ein Wunsch jeder Essgestörten.
Hör mir zu, sei für mich da, aber verdammt nochmal, lass mir meinen Scheiß. Und zwing mich nicht zum essen.
Ich würde so gerne meine Mutter anrufen, und ein bisschen weinen und ihre Stimme hören.
Aber dann verquatsch ich mich vielleicht.
Ich würde so gerne Samstag Nacht nach dem arbeiten direkt nachhause fahren.
Aber dann wäre da ein Tag mehr, an dem ich essen müsste.

Ab einem bestimmten Punkt, wenn man wieder sichtbar Gewicht verloren hat, wird alles automatisch schwieriger. Das Lügen schlimmer, das Planen komplizierter, das Gedankenchaos extremer. Muss jetzt wohl Prioritäten setzen,

Nachhause kommen und mich fallen lassen / sicher fühlen / geborgen fühlen 
/ essen müssen / fett sein / hassen 
vs
Hier bleiben und meinen Scheiß weitermachen / sicher fühlen / alleine sein
/ hungern / fett sein / hassen

Da sehen wir es, meine Damen und Herren - letztendlich läuft's auf dasselbe hinaus. Also geb ich nen Fuck drauf und arbeite mir jetzt die nächsten Tage den Arsch ab und schaue wie es mir Sonntag physisch als auch psychisch geht. Und Dienstag geht es schon zum Chiemsee. Lichtblick!

Dienstag, 5. August 2014

Ich verstehe mich manchmal selbst nicht. Eigentlich nie. Leyn ist ja seit letzte Woche wieder hier und klar, wir hatten bis jetzt eine coole Zeit in der WG und eigentlich hatte ich mich auch gefreut, dass sie hier ist. Aber, ja aber...sie wollte heute eigentlich spätestens wieder fahren. Und ich und mein kleines Monster im Kopf hatten uns darauf eingestellt. Die Tage, wo sie da ist, so wenig essen wie möglich aber genug, dass es keinen Stress gibt. Der ganze Spaß war schon anstrengend genug für mich, da ich natürlich am liebsten bei meinen <300kcal geblieben wäre und mein Stoffwechsel momentan auf Sparflamme läuft. Letztendlich lief es dann ganz okay, (wenn man dann halt nachts noch wie eine Bekloppte mit dem Fahrrad durch die Stadt fährt, bis man nicht mehr kann, oder mit leerem Magen im vollen Club hinter der Theke alles gibt, bis man merkt, dass beim Cocktail-mischen die Finger so zittrig sind, dass man ein Merci Bonbon für den Blutzucker isst, was dann aber natürlich auch mehr als genug ist, harharhar) Aber die geplanten 6kg insgesamt werde ich nicht packen bis Dienstag. Schon allein weil Leyn jetzt hier bleibt und erst am Donnerstag fährt und das macht mich innerlich total wütend?! Was bin ich bitte für eine scheiß Freundin, dass ich lieber alleine hier bin um zu hungern, nur damit ich mein vorgeschriebenes Gewichtsziel erreiche? Jetzt bleibt mir nichts anderes übrig, als einfach ehrlich zu sein, nur in dem Sinne, dass ich trotzdem mein Ding durchziehe und bei aufkommenden Fragen sagen werde, dass ich es verdammt nochmal wert sein möchte, am Chiemsee einen Bikini zu tragen. Da sie meine kranken Selbstansprüche an meinen Körper schon seit Jahren kennt, kann ich nur beten, dass sie sich damit zufrieden gibt und mir glaubt, dass ich mich in zwei Wochen wieder normal ernähre. Fuckt mich trotzdem ab. Früher hab ich hier tagelang so gut wie nichts gegessen und hab fast 10kg weniger gewogen und niemand hat was gesagt, weil's ja klar war, dass ich krank bin und bald Hilfe bekomme. Nur weil ich jetzt zwei Klinikaufenthalte hinter mir habe, muss ich ja jetzt gesund sein und habe nicht mehr das Recht, mich so zu verhalten. Genauso fühlt es sich an. Und es macht mich so wütend und traurig, dass mir die Pisse grad in den Augen steht weil ich mich dadurch so allein fühle, es ist so viel anstrengender zusätzlich noch diese verschissene Fassade aufrecht zu erhalten. ES FUCKT MICH SO AB. Am allermeisten eigentlich, dass ich diese verdammten SECHS KILO nicht schaffen werde, obwohl ich es mir vorgenommen habe. Ich hab meine Ziele diesbezüglich bis jetzt immer
erreicht. Und bei dem, was ich gegessen habe, wäre es eigentlich angebracht gewesen, dass ich es schaffe. Noch vor zwei Monaten lief mein Stoffwechsel auf Hochtouren, hab ich mir vermutlich selbst zuzuschreiben, weil ich zu der Zeit noch zwischen Gesund und Krank hin und hergependelt bin und mein Körper irgendwann wahrscheinlich garnicht mehr wusste, was Sache ist. Pech gehabt, Elinchen. Aber 5kg hab ich dann wenigstens geschafft. Und damit versuche ich mich dann vorerst abzufinden. Im Gegenteil zu dem kleinen Monster, welches wiederum grad auf meiner Schulter sitzt und mir ins Ohr flüstert, dass wenn ich jetzt die letzte Woche alles gebe, es trotzdem schaffen kann.
Wenn ich mich drauf einlasse, werden die nächsten siebe Tage lustig.

Samstag, 2. August 2014

Die letzte Nacht haben Leyn und ich in Hamburg vebracht, wir sind abends mit dem Zug hin und morgens wieder zurück, um 10Uhr lag ich total fertig im Bett aber es hat sich so gelohnt. In Hamburg war Hafenfest mit Musik, kleinen Gourmetständen und einem riesigen Feuerwerk zum Abschluss. Später sind wir noch in St.Pauli gelandet, haben getrunken, getanzt und einfach Spaß gehabt. Leyn meinte, dass mein Gesicht ja aufeinmal wieder so schmal wäre. Ich hab nur mit den Schultern gezuckt. Es ist sehr schwierig, sie in dem Glauben zu lassen, dass alles läuft mit dem Essen, erstens, weil ich viele Ausreden brauche und zweitens weil ich sie nicht gerne anlüge. Gestern hab ich einen "Refeed" gemacht, weil wir eben den ganzen Tag zusammen waren und hätte ich nach der Aussage nichts gegessen, wär es vermutlich schon zur Diskussion gekommen. Ich hab mich trotzdem verdammt scheiße schuldig gefühlt und tu es immernoch, es war in meinen Augen viel zu viel Essen und ich habe automatisch schon wieder das Gefühl, direkt mindestens 1kg zugenommen zu haben, ich sehe förmlich, wie mein Körper die Kohlenhydrate aufgesaugt und direkt in Fett umgesetzt hat. Deswegen wird heute auch gefastet und morgen früh, wenn ich von der Arbeit komme, wiege ich mich dann wohl...es versaut mir schon wieder den Tag, dieses ganze Gedanken-karussel - das ist etwas, was mich sehr wütend auf mich selbst macht, dass ich nicht in der Lage bin, mich auf etwas anderes zu konzentrieren in solchen Situationen. Aber ich rede mir nun einfach ein, dass ich spätestens Montag weniger wiegen werde, als gestern morgen. Und dann bin ich auch bestimmt wieder motivierter, zu schreiben (erlaube mir, meinen Gedanken uneingeschränkteren Lauf zu lassen, har) Und dann ist das auch okay. Ja, alles ist okay.