Elina
27 Jahre
selbstkritisch, paradox, aber stilsicher

Dienstag, 27. Mai 2014

Seit Tagen überlege ich, was ich schreiben könnte. Irgendetwas, das es "wert" ist, dieses weiße Fenster hier zu füllen. Es ist alles ein bisschen falsch momentan. Ich habe einen Freund (Danny), denke ich. Wirklich über diese Bezeichnung "Beziehung" haben wir noch nicht gesprochen, aber das ist auch gut so. Jedenfalls ist es der junge Mann, von dem ich die letzten Posts ein paar Mal berichtet hatte, der, der mir vermutlich über Ju hinweggeholfen hat. Ist auch egal. Wir verstehen uns tippitop, unternehmen viel und alles in allem ist alles okay ;-) Aber da ich halt ein behinderter Mensch bin, sind bei mir solche Dinge wie zwischenmenschliche Beziehung ja grundsätzlich an zweiter Stelle, an erster prangt natürlich immernoch in großen, fetten Buchstaben und Federhut, die Essstörung. Juhuuu.
Ich hab leider immernoch Normalgewicht, vermutlich weil ich so sehr an mehrere Mahlzeiten am Tag gewöhnt bin, dass ich das jetzt leider nur langsam wieder umstellen kann. Ich gebe der Klinik die Schuld. Ich bin momentan sehr, sehr wütend auf die Tatsache, dass ich mir hab "helfen lassen". Ich ignoriere völlig, wie dreckig es mir ging. Denke nur an den süßen, stark untergewichtigen BMI-Wert, der mir so fehlt. Ich bin nicht geschaffen für Normalgewicht. Ich fühle mich so wertlos, ich verbiete mir so viele Dinge, weil ich mir selber sage, dass ich es nicht verdient habe. Ich treffe mich grundsätzlich auch nur mit Danny an Tagen, an denen ich "clean" esse oder hungere. Ahaha so dumm. Aber egal, ist auch wirklich egal, es geht langsam wieder bergab, langsam aber es läuft. Das ist die Hauptsache. Ich will erstmal nur 6kg schaffen. Gucken, wie es ich dort lebt, und vielleicht bleibt's dabei.
Und ich werde jetzt auch wieder mehr bloggen - wie hirnlos, zu denken, dass das Fernbleiben von einer Blogger-szene mich von bösen, tief verwurzelten, kranken Gedanken abhalten könnte.
Ich hab euch lieb. Irgendwie.

I'd like to tell you
that things will
get better tomorrow

but i've been through
so many tomorrows
and nothing has changed

Samstag, 10. Mai 2014

Ich will meinen "gesunden" Körper lieben, ja wenigstens akzeptieren lernen, aber ich kann einfach nicht, ich kann's nicht...
Ich hab die letzten Tage immer zwischendurch so winzige Momente gehabt, in denen ich fest dran geglaubt hab, irgendwann gesund werden zu können. Da wollte ich euch immer direkt schreiben und euch Hoffnungen machen, aber die Momente waren so verdammt schnell wieder vorbei, dass ich sie im Nachhinein überhaupt nicht mehr ernst nehmen konnte.

Ich bin unendlich traurig grad...

weil ich weiß, wieviel "Lebensqualität" mir das Ganze nimmt, wieviel dadurch zu Bruch geht.

Ich hasse mich heute mal wieder für jeden Bissen und ich weiß einfach nicht, was ich noch tun soll.


Tut mir leid dass ich so inaktiv bin, ich hab's mit Abstand versucht, aber selbst das hat nichts geändert.