"Auf's falsche Pferd gesetzt - mich selbst hahaha
Und jetzt reite ich einfach bis ans Ende der Welt
Habe mich zu lange gehen lassen,
um den ganzen Weg zurück zu joggen hab ich nicht genug Training gehabt
Und außerdem brechen die Bronzestatuen,
die man von sich erbaut irgendwann zusammen unter all dem Staub
Schau, ich will mich nicht länger bemühen
Hilfst du mir kurz mit dem Reißverschluss meines Menschenkostüms?
Meine Augen sind zum Schließmuskel mutiert
Ich bring es zu nichts, ich bring es zu Papier" - Maeckes
Ich hatte vorhin so viele poetische Gedanken, als ich unter der Dusche stand und meinen mit hunderten von Muttermalen geschmückten Dalmatiner-Körper von oben herab angestarrt habe. Da werden ein paar Knochen sichtbar, die sich lange versteckt hatten. Das ist das, woran ich mich noch erinnere. Mein Kopf ist voller Staub und Schwindel, die letzte Nacht war lang und um 7Uhr heute morgen bin ich irgendwann in mein Bett gefallen.
Ich brauche irgendetwas für meinen Blutzuckerspiegel und eine Kanne Koffein, vielleicht verschwindet dieser Schleier dann wenigstens für die nächste Nacht.
Samstag, 12. August 2017
Dienstag, 8. August 2017
Ich hatte es fast vergessen.
Ich hatte fast vergessen wie es ist, mehr als drei Tage jegliche Nahrung zu verweigern.
Ich schwanke hin und her zwischen
"Ich schaff die Treppen leider nicht und möchte nur schlafen und Tee trinken bitte hilf mir aber und zwing mich bitte etwas zu essen"
und
"Es ist wie High-sein ich tanze durchs Zimmer wehe du bietest mir was zu Essen an dann werde ich ausfallend"
Immer wieder aufs Neue faszinierend.
Ich habe einen Krankenschein für diese Woche und kann somit frei entscheiden, ob ich mich in der Lage fühle, mich wie ein normaler Mensch zu benehmen oder eben nicht.
Hallo Untergewicht, Hallo Erdbeerkaugummis und Hallo Lügen!
Ich hatte fast vergessen wie es ist, mehr als drei Tage jegliche Nahrung zu verweigern.
Ich schwanke hin und her zwischen
"Ich schaff die Treppen leider nicht und möchte nur schlafen und Tee trinken bitte hilf mir aber und zwing mich bitte etwas zu essen"
und
"Es ist wie High-sein ich tanze durchs Zimmer wehe du bietest mir was zu Essen an dann werde ich ausfallend"
Immer wieder aufs Neue faszinierend.
Ich habe einen Krankenschein für diese Woche und kann somit frei entscheiden, ob ich mich in der Lage fühle, mich wie ein normaler Mensch zu benehmen oder eben nicht.
Hallo Untergewicht, Hallo Erdbeerkaugummis und Hallo Lügen!
Donnerstag, 3. August 2017
Der Sommer war bisher so voll, so vollgepackt mit wunderschönen Momenten, Menschen und Gesprächen. Und doch war ich kaum einen Tag alleine. Nicht einen Tag habe ich in diesem Zimmer auf meinem Bett mit einem Buch verbracht. Dabei sind solche Tage so wichtig, um einfach nur bei mir zu sein. Ich neige dazu, mir diese Zeit zu verweigern - Vielleicht aus Angst vor Gedanken, die mir nicht gefallen könnten. Gedanken, die stärker werden könnten, die ich nicht wahrhaben möchte, weil doch eigentlich alles grad so hell und schön ist. Weil doch grad so viel Sonne auf mein Leben scheint, wie lange nicht mehr. Und trotzdem...es bleibt beim Alten.
Es gibt so viele Worte
ich habe es schon so oft versucht
aber ihr könnt es nicht verstehen
Ihr könnt nicht verstehen
wenn ihr es nicht selbst erlebt habt
Wenn man jeden Tag
vor dem Schlafen
und nach dem Aufstehen
denselben Gedanken hat
wenn man dann weiß
dass diese Gedanken
ein Leben lang ein Teil von dir sein werden
Und dann hüllt man sich in die wärmste Decke ein
und hört die beste Musik der Welt
und zündet die Kerzen mit dem schönsten Duft an
oder vergräbt sein Gesicht in dem Fell seines Hundes
oder tanzt die ganze Nacht durch
Aber nichts von den besten Dingen
kann etwas daran ändern
nichts davon macht es auch nur ein Stück besser
Was bleibt
ist ein Mensch
der nun aufhört, Wege zu suchen
der sich nicht mehr erklären möchte
der versucht zu akzeptieren
dass man mit manchen Dingen
auf sich allein gestellt ist
Es gibt so viele Worte
ich habe es schon so oft versucht
aber ihr könnt es nicht verstehen
Ihr könnt nicht verstehen
wenn ihr es nicht selbst erlebt habt
Wenn man jeden Tag
vor dem Schlafen
und nach dem Aufstehen
denselben Gedanken hat
wenn man dann weiß
dass diese Gedanken
ein Leben lang ein Teil von dir sein werden
Und dann hüllt man sich in die wärmste Decke ein
und hört die beste Musik der Welt
und zündet die Kerzen mit dem schönsten Duft an
oder vergräbt sein Gesicht in dem Fell seines Hundes
oder tanzt die ganze Nacht durch
Aber nichts von den besten Dingen
kann etwas daran ändern
nichts davon macht es auch nur ein Stück besser
Was bleibt
ist ein Mensch
der nun aufhört, Wege zu suchen
der sich nicht mehr erklären möchte
der versucht zu akzeptieren
dass man mit manchen Dingen
auf sich allein gestellt ist
Donnerstag, 18. Mai 2017
"Your body is capable of almost anything if you treat
it the way it deserves to be treated. You can climb mountains, run for
miles and bend in ways that make people cringe, with the nourishment and
love that you should always be striving to give it. Try loving your
body, treat it as if it is a old friend, as if you want it to function
into old age, and see what your body gives you back." - Bodies are made for love by Amy Kennedy
Der Tag und dieses Bild haben so viel in mir ausgelöst.
Aber ich kann meine Augen kaum noch offen halten.
Der Tag und dieses Bild haben so viel in mir ausgelöst.
Aber ich kann meine Augen kaum noch offen halten.
Samstag, 6. Mai 2017
Sonntag, 29. Januar 2017
"Möchtest du auch noch einen Kaffee?" Ich antworte nicht. Stattdessen stehe ich am Fenster und starre in die Gärten der Nachbarhäuser. Mein Blick schweift umher, über matschigen Rasen, Zäune und Pflastersteine. Ich wünsche mir, dass dort eine Katze auftaucht, eine kleine flauschige Katze die über den Rasen tapst - oder irgendetwas, das in mir ein Gefühl von Freude erzeugt. Stattdessen ist da nur das gleichbleibende Grau eines Januars, der sich dem Ende zuneigt. Ich gebe die Suche schließlich auf, drehe mich um und setze mich an den Frühstückstisch. Mein Schweigen zieht sich durch den Tag, bis ich jetzt hier sitze und endlich mal wieder dieses weiße Fenster fülle.
Ich weiß nicht, wie ich dieses Gefühl in Worte fassen soll. Da ist so viel Leere und Frustration. In Psychologie wurde uns gelehrt, dass keins davon ein echtes Gefühl ist, alle diese Worte sind nur lächerliche, fehlinterpretierte Umschreibungen der fünf Grundgefühle.
Angst, Freude, Traurigkeit, Wut und Scham.
Was empfinde ich also?
Angst? Ja. Ein Gefühl, das in der Lage ist, meinen Herzschlag zu beeinflussen und mir die Luft zum Atmen nimmt. Da ist viel Angst vor den nächsten Wochen. Die Angst, dem Druck nicht gewachsen zu sein, der von Tag zu Tag größer wird.
Traurigkeit - Ich trauere um die Tatsache, dass ich emotional noch lange nicht so stark bin, wie ich dachte. Ich trauere um meine Beziehung, die mich nicht mehr hält, so wie sie es bis vor ein paar Monaten noch getan hat.
Wut - Da ist viel Wut. Wut, die mir manchmal die Tränen in die Augen treibt, die mich zittern lässt. Ich denke, dass es schwierig ist, den wirklichen Grund für die eigene Wut zu erkennen. Ich erwische mich dabei, wütend auf Menschen oder Situationen zu sein, die ich unterbewusst vor das eigentliche Problem schiebe. Dabei kann ich das Problem gar nicht wirklich benennen, es hat nur irgendetwas mit mir und meinen Entscheidungen zu tun, old story.
Für mich waren die besten Zeiten meines Lebens die, kurz nach einer tiefen Phase der Anorexie. Das Gefühl, genesen zu sein - das Gefühl, dass mir die Welt offen stand. Überhaupt wieder etwas zu empfinden, neue Kraft geschöpft zu haben und eine unglaubliche Lust auf das Leben zu haben. Ich denke in den letzten Tagen oft daran zurück und erwische mich dabei, mein damaliges Ich bemitleidend zu belächeln, weil man ja doch immer wieder zurückfällt.
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