Elina
27 Jahre
selbstkritisch, paradox, aber stilsicher

Samstag, 23. August 2014

Hurensohntage

Gegen 23uhr war ich gestern wieder halbwegs unter den Lebenden. Saß dann beim Arbeiten eingepackt in mehrere Schichten Klamotten, Schal und Mütze im Club an der Garderobe, es waren bestimmt 25grad da drin aber mir war saukalt. Ich glaub der gestrige Tag hat mir an körperlichen Beschwerden ungefähr alles beschert, was so ging. Ziemlich paradox,  wie ich da mit einem guten Buch saß und Pizzabrötchen gemampft habe, und keine 10Meter nebenan hat die halbe Stadt ihr Leben gefeiert. Letztendlich bin ich froh, dass ich so gut abschalten kann. Wenn ich nichts von der Welt mitbekommen will, dann klappt das auch. Der einzige Mensch, der meine volle Aufmerksamkeit gestern bekommen hat, war Danny, der aufeinmal aus dem Nichts vor mir stand. Herzkasper. Nach zwei Monaten haben wir uns das erste Mal wiedergesehen. Er hat mir anschließend noch geschrieben, wie komisch es war und dass er nicht weiß wie er sich nun fühlen soll. Lass ich so stehen. Meine Kräfte diesbezüglich sind aufgebraucht. Auch grundsätzlich fühle ich mich immernoch total ausgelaugt, als hätte die Welt mich angewidert ausgespuckt. Grad bin ich auf dem Weg in die Heimatstadt, liege hier eingerollt auf zwei Sitzen, TOVE LO in den Ohren und freue mich, gleich in mein Bett zu fallen und erstmal Schlaf nachzuholen. Und dann möchte ich irgendwas Gesundes essen und einen warmen Kakao trinken und ein bisschen zu Kräften kommen. Und dann hoffe ich, dass ich nicht mehr diesen riesigen Kloß im Hals habe.

2 Kommentare:

  1. Ich frage mich auch, was passiert ist. Eigentlich gar nichts. Ich glaube, ich habe versucht klarzukommen, weshalb eine Weile wirklich alles gut klang, und dann kapiert, dass es einfach nicht geht. Ich habe mich selbst so hinter der Maske verkrochen, dass ich zwar nicht mehr gemerkt habe, wie schlecht es mir geht, aber irgendwie auch nicht mehr ich selbst war. Und ich wollte mich wieder lebendig fühlen... Nicht immer so leer. Kein Gefühl war richtig echt. Wenn ich traurig war, dann nie richtig, wenn ich glücklich war, dann nie richtig. Immer, als ob da Nebel wäre, der mich von meinen Emotionen trennt. Ich habe wirklich versucht auf die Art und Weise zu leben, aber es geh einfach nicht. Und deshalb ist es jetzt wieder so, wie es früher war. Aber wenigstens bin ich wieder da. Fühle wieder und so. Und danke, vielleicht klappt es ja wirklich mit dem heller werden <3
    Ich hoffe, dass du in deiner Heimatstadt ein bisschen Ruhe und Frieden findest und Kraft tanken kannst :)

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  2. tjaja, so ist die welt doch nur eine ameise... krass, wenn das wirklich mit dem kakao geklappt haben sollte!

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