"I gave myself permission to feel and experience all of my emotions. In order to do that, I had to stop being afraid to feel. In order to do that, I taught myself to believe that no matter what I felt or what happened when I felt it, I would be okay.
— Iyanla Vazant
Es ist so so so so so schwer, es zu akzeptieren, ich mag nicht mehr zunehmen. Ich mag nicht an mir runtersehen, ich mag nicht, dass meine Knochen ganz langsam verschwinden und dass ich langsam wieder Gefühle wahrnehme. Irgendwie dachte ich, dass die Zunahme an sich garnicht mal das größte Problem sein würde, sondern eher das Wieder-essen. Leider hab ich mich da absolut geirrt. Und das Schlimme ist, ich weiß einfach wie leicht es wäre, wieder abzunehmen. Es könnte so schnell gehen. Ein paar Wochen höchstens und ich wäre wieder auf meinem Tiefstgewicht. Das reizt so verdammt. Und es ist so dumm. DUMM DUMM DUMM. Warum bin ich so dumm?
Heute ist mir einiges zu den Ursachen meiner Essstörung klargeworden. Dinge, an denen ich ansetzen kann und mit denen ich arbeiten kann. Ich setze meine ganze Hoffnung darauf, dass sich die Erkenntnis positiv auf die weitere Therapie auswirkt. Ich hab mich entschieden, die Therapie hier abzubrechen (Gründe hab ich grad keine Lust auszuführen) und werde nächste Woche in die Habichtswaldklinik gehen. Bin sehr gespannt und hoffe einfach, dass das Gefühl bald endlich aufhört. Oh man ich frag mich wirklich wie es sein wird, wenn ich irgendwann wieder in's Leben einsteige. Aber da werd ich jetzt nicht dran denken.
Alles wird guti.

Es GIBT einen Zustand, in dem man MIT Essen in sich glücklich sein kann. In dem es sich GUT anfühlt zu essen. Es gibt einem ein Gefühl von Sicherheit und Geborgenheit. Da geht es nicht mehr um Geschmack, sondern auch um Sattsein.
AntwortenLöschenDu denkst vielleicht, dass gerade DU es nicht kannst, weil xy. Aber das ist normal, glaub mir.
Zwar geht es Dir mit Essstörung okay und Du kannst einigermaßen damit leben. Aber hast Du diesen oben beschriebenen Zustand einmal erreicht, dieses Kribbeln der Erfüllung in Dir, dann wirst Du die Essstörungszeit im Nachhinein so anders wahrnehmen. Als verschwendet betrachten!
Meiner Meinung nach muss man Dinge die einen erfüllen während oder sogar kurz vor dem Prozess des Zunehmens erleben, um nachher nicht zu denken, dieses Glück wäre auch ohne Zunahme zu erreichen gewesen. Dass die eigentlich unfreiwillig zugenommenen Kilos genausogut mit Freunde hätten zugenommen werden können.
Aber ich bin ja auch keine Expertin..
Lerne neue Seiten an Dir kennen!
Du schaffst das.