Gestern von 16Uhr bis 2Uhr nachts durchgetrunken, jawoll,
dementsprechend geht es mir auch heute.
Ja, meine Heimatstadt. Ich hasse sie so sehr. Ich bin traurig wegen der Tatsache, dass ich so oft auf mein Äußeres reduziert werde, manchmal hab ich das Gefühl, dass niemand mich wirklich so kennenlernen will, wie ich bin.
Dann lieber ganz unsichtbar sein...dann bleiben mir solche Enttäuschungen erspart.
Ich habe mir grad was zu Essen gemacht, aber konnte es nicht anrühren.
Heute Nacht fahre ich zu meinem Dad, ich hoffe ich bin dort nicht unter Dauerbeobachtung und kann ein bisschen hungern. Ja, ihr lest richtig. Ich will grad nicht mehr...es tut mir leid. Das jetzt so zu lesen treibt mir zwar die Tränen in die Augen, aber...so ist es. Ich kann mein Spiegelbild nicht ertragen, irgendwie dachte ich, dass ich mich über Kurven freuen könnte, aber ich kann's nicht. Alle sagen mir, wie toll ich aussehe und genau das will ich einfach nicht hören. Ich will, dass niemand überhaupt etwas zu meinem Körper sagt, dass einfach niemand ein Wort darüber verliert, egal wieviel ich wiege.
Ich lag bis vorhin regungslos eingerollt auf der Couch, immer das gleiche Lied im Loop, und da war dieser Schmerz, der alles so taub gemacht hat, ich konnte mich einfach nicht bewegen, konnte nicht denken, nur der Musik lauschen, bis ich irgendwann alle Kraft zusammengenommen habe und aufgesprungen bin, mir Laufschuhe und eine Jacke angezogen habe und joggen gegangen bin. - Nein eher bin ich gerannt, bis meine Beine irgendwann schlapp gemacht haben und ich nach der frischen Waldluft geschnappt hab, bis sich mein Herzschlag wieder normalisiert hatte. Und in dem Moment hab ich den Entschluss gefasst, aller Vernunft entgegen, dass ich so nicht weitermachen kann. Weil dann alles wieder schlimmer werden würde. Weil ich dann wieder enttäuscht werde, weil dann jeder Schritt so unsicher ist, weil ich noch nicht die Kraft habe, mir da draußen meinen Platz zu erkämpfen. Und aus dem Grund habe ich vermutlich letztes Jahr entschieden, in meine eigene Welt zu flüchten. Und ja, heute möchte ich den schnellsten Zug dorthin zurück nehmen.
Und ich kann mit niemandem drüber reden außer mit euch.
Und darum könnte ich den Blog niemals löschen, egal wie weh es manchmal tut, zu schreiben.


Hey du... klingst ja echt ziemlich fertig. Hoffe dass es bald besser wird. Wie viel wiegst du denn zur Zeit?
AntwortenLöschenLiebe Grüße
Zu viel. . .
AntwortenLöschenoh elina.. ich denke oft an dich und schicke dir umarmungen und ein waches herz.
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