Elina
27 Jahre
selbstkritisch, paradox, aber stilsicher

Dienstag, 24. September 2013

Puhh warum ist es so schwer. Mein Stoffwechsel hat sich seit letzter Woche dazu entschieden, auf Hochtouren zu laufen und jetzt sind es 44,xkg...ich wollte die 45kg wirklich halten, bis ich hoffentlich endlich die Zusage für die HWK bekomme. Am Samstag war eine Scheunenparty, ich hab hochmotiviert den Tag über nach dem Blick auf die Waage 1 Müslistange gegessen und 1 Laugenstange und Pistazien und sogar 1 Stück Kuchen unter der beflügenden Wirkung des trockenen Weißweins mit Energy. Sonntag habe ich mich immernoch so dick und voll gefühlt, konnte meiner liebsten und besorgten Mum die weitere Abnahme aber nicht verschweigen und dann gab es abends einen riesigen Teller Salat mit 1 Pizzabrötchen. Danach hab ich locker mit mindestens 2kg mehr gerechnet, was prinzipiell ja wirklich unlogisch ist, aber ich traue meinem Körper einfach nicht mehr über den Weg. Wiegen hab ich mich nicht getraut. Gestern gefastet, mein Bruder war den ganzen Tag im Haus und ich hab mir in den letzten paar Wochen angeeignet, dass ich nurnoch vor meiner Mum oder alleine esse, außer unter Alkoholeinfluss oder in Ausnahmesituationen, beispielsweise in der WG. Dementsprechend hatte ich garkeine andere Chance, als zu fasten. Und da war sie dann heute wieder, die 44...ich hab keine Ahnung, was ich denken soll. Weniger soll es doch eigentlich nicht werden... Ich hab gefrühstückt. 1/2 Nektarine, 1 Stück Apfel, 2 Esslöffel Joghurt 0,1%, 1/2 Corny free zerkleinert, daraus ein Müsli gemacht. Ich platze. Wirklich... und das macht es verdammt nochmal nicht einfacher. Das schlechte Gewissen kreischt mir schon wieder in's Ohr und ich fühle mich nicht so, als würde ich heute noch was essen können. Ich versuche mich zu motivieren, in dem ich mir Recovery-Profile auf Instagram ansehe, dann kommen kleine Momente, in denen ich mich stark fühle, die dann aber prompt verfliegen, wenn es darum geht, mir selbst etwas zuzubereiten. Morgen habe ich ein Erstgespräch in einer Klinik, in die ich garnicht gehen will. Anschließend fahre ich zur WG und räume schonmal ein paar Möbel rüber, dort bleibe ich bis Freitag und dann fahre ich mit Leyn zusammen wieder heim. Ja, und Samstag habe ich dann Geburtstag. Tolles Timing! Ich wünschte, ich könnte ihn ausfallen lassen. Aber meine Mum hat mir vorgeschlagen, mit ihr den ganzen Tag in einer Stadt meiner Wahl zu verbringen, dort wollen wir uns, wenn alles klappt, ein Tattoo stechen lassen und einfach nicht an zuhause denken. Es wäre mein zweites Tattoo, ein indischer Elefant, Rüssel nach oben natürlich :-)

Leute...was tu ich nur gegen dieses Völlegefühl? Was tu ich nur gegen dieses Gewissen? Was tu ich nur, bis die verhurte (Pardon!) Krankenkasse sich endlich entscheidet? Wie erkläre ich meinem Freundeskreis, meinen Mitbewohnern, dass ich garnicht studiere dieses Semester? Wie bekomme ich die Zeit herum, ohne durchzudrehen? 

Ich hoffe, euch geht es gut! ♥

2 Kommentare:

  1. du bist halt einfach so schön.. *.*

    das völlegefühl ist furchtbar aber du musst dir immer wieder sagen, dass es okay ist, auch wenn du es nicht glaubst. es ist okay einfach satt zu sein, es ist sicher nicht zu viel nen halben pfirsich und n stück apfel zu essen. manche dinge muss man aussitzen, bis sie sich anders anfühlen.. ich will nicht 'leicht daher reden' weil ich in einer situation wie deiner noch nie war, aber ich hoffe und wünsche dir, dass die motivation, das gewicht wenigstens zu halten und der wunsch gesünder zu sein und all das, die anderen gedanken überwiegen.
    und ich bin sicher, die leute um dich werden es verstehen. wenn sie es nicht tun, sind es vielleicht nicht die richtigen leute.
    <3 viel kraft für dich

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  2. Meine Liebe, dein Stoffwechsel arbeitet nicht zu schnell. Bei deinem Gewicht ist ea überhaupt ein Wunder, dass er noch arbeitet und du noch lebst. Wenn du dann auch noch fastest erklärt sich der Rest von alleine^^.
    Ich hoffe sehr, dass du endlich Hilfe bekommst.
    Alles Gute
    Lenchen =)

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